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PV-Anlage nach Hagel: So finden Sie versteckte Schäden

Nach einem Hagelsturm sieht die Solaranlage vom Garten aus oft unversehrt aus. Trotzdem können Module beschädigt sein – und das kostet über Jahre Ertrag.

Felix Töpfer · NeckarCopter · Stand: Oktober 2026

Warum Hagelschäden oft unsichtbar sind

Solarmodule haben eine robuste Glasscheibe. Hagelkörner zerschlagen sie selten, aber sie können darunter feine Risse in den Solarzellen verursachen, sogenannte Mikrorisse. Von außen sieht man davon nichts.

Die Folgen zeigen sich oft erst später: Teile der Zelle liefern keinen Strom mehr, die Stelle erwärmt sich stärker als der Rest, und der Ertrag sinkt. Im schlimmsten Fall entstehen Hotspots, die das Modul dauerhaft schädigen.

Was Sie direkt nach dem Hagel tun sollten

  1. Nicht aufs Dach steigen. Nasse oder beschädigte Ziegel und Module sind gefährlich – und beim Betreten kann weiterer Schaden entstehen.
  2. Vom Boden aus fotografieren. Sichtbare Schäden an Dach, Modulen, Rinnen und Fassade mit Datum festhalten.
  3. Ertrag vergleichen. Schauen Sie in die App Ihres Wechselrichters: Liefert die Anlage an sonnigen Tagen spürbar weniger als vorher bei ähnlichem Wetter?
  4. Versicherung zeitnah informieren. Prüfen Sie Ihre Wohngebäude- oder PV-Versicherung auf Meldefristen.
  5. Bei Glasbruch Fachbetrieb rufen. Beschädigte Module nicht berühren, die Anlage vom Elektrofachbetrieb prüfen lassen.

Wie die Drohne versteckte Schäden findet

Bei Sonne fließt Strom durch die Module. Beschädigte Zellen werden dabei wärmer als ihre Umgebung. Die Wärmebildkamera der Drohne macht diese Unterschiede sichtbar – Modul für Modul, ohne dass jemand aufs Dach muss. Mit der Zoomkamera fotografieren wir die auffälligen Stellen zusätzlich aus der Nähe.

Sie bekommen einen Bericht mit allen Auffälligkeiten, ihrer Lage in der Anlage, Wärme- und Echtbild sowie einer Einstufung nach Dringlichkeit. Diesen Bericht können Sie an Ihren Elektriker und Ihre Versicherung weitergeben.

Der richtige Zeitpunkt

Am besten an einem der nächsten sonnigen Tage nach dem Unwetter. Je früher der Zustand dokumentiert ist, desto klarer ist der Zusammenhang mit dem Hagel. Für ein aussagekräftiges Wärmebild braucht es kräftige Sonne, meist um die Mittagszeit.

Was kostet das?

Die Dokumentation eines Hagelschadens kostet bei uns ab 349 €, eine reine PV-Kontrolle ab 249 € – jeweils inklusive 50 € Anfahrtspauschale im Raum Esslingen/Stuttgart. Alle Preise ansehen oder direkt mehr zur PV-Kontrolle lesen.

Kurz-Checkliste

  • Nicht aufs Dach – Fotos vom Boden mit Datum
  • Ertragsdaten im Wechselrichter vergleichen
  • Versicherung über den Schaden informieren
  • Wärmebild-Kontrolle an einem sonnigen Tag
  • Bericht an Elektriker und Versicherung weitergeben

Unterstützung gewünscht?

Wir kommen vorbei und schauen es uns von oben an – mit Festpreis-Angebot vorab.